Jahresbilanz 2008 - Erneuerbare Energien
Die Jahresbilanz 2008 erneuerbare Energien, die im Januar 2009 veröffentlicht wurde, brachte als Grundtenor schon einmal die Gewissheit mit sich, dass inzwischen jede zehnte Kilowattstunde Strom, die in Deutschland verbraucht wird, aus alternativen Energiequellen stammt. Umgerechnet auf den gesamten Energieverbrauch ergibt das einen Anteil von 9,6 Prozent am gesamten Energieverbrauch, den die Jahresbilanz 2008 erneuerbare Energien für diesen Bereich errechnet hat. Bedingt durch geringere Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie Schäden, die am Klima vermindert werden konnten, hat sich so eine Verringerung der finanziellen Belastung von rund 17 Milliarden Euro ergeben.
Aus der Stromerzeugung aus Sonnen-, Wind-, Wasserenergie und Geothermie sowie Bioenergie konnte im Jahr 2008 ein Anstieg von 5,5 Milliarden Kilowattstunden erzielt werden und damit ergab sich für den gesamten Bereich eine Abdeckung von 15,3 Prozent des Gesamtstrombedarfs in Deutschland. Allerdings steht der positiven Nachricht der guten Entwicklung im Hinblick auf die Jahresbilanz 2008 erneuerbare Energien auch ein Einbruch im Bereich der Biokraftstoffe gegenüber, denn hier sank die Produktion im Jahr 2008 um 22 Prozent und so verringerte sich der Anteil des Biokraftstoffes im Vergleich zum Gesamtkraftstoffverbrauch auf 5,9 Prozent. Im Vorjahr 2007 lag der Anteil der Biokraftstoffe im Verbrauch noch bei 7,6 Prozent. Trotz des Einbruchs beim Biokraftstoff wurden aber in der Jahresbilanz 2008 erneuerbare Energien positive Entwicklungen in der Gesamtheit errechnet, denn hier ergab sich im Gesamtvergleich zum Jahr 2007 ein Anstieg von drei Milliarden auf nun 230 Milliarden Kilowattstunden.
Deutlich ist auch nach Meinung der Experten der Wachstumskurs, der sich für die Wärme- und Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien abzeichnet. Für den Rückgang der Verkaufszahlen von Biokraftstoffen sehen Fachleute die vorzeitige Rücknahme der Befreiung von der Mineralölsteuer für die Biokraftstoffe die Verantwortung. Hier handelte es sich um politische Entscheidungen, die eine negative Tendenz bei den Verkaufszahlen mit sich brachten und der zweite Schlag könnte sich für die Branche hier aus der Absenkung der sogenannten Beimischungsquote ergeben. Das soll durch entsprechende Entscheidungen der Regierung verhindert werden.
Insgesamt zeigt die Jahresbilanz 2008 erneuerbare Energien aber eine positive Wirkung für die gesamte Wirtschaft und zudem die Verhinderung von Treibhausgas und weiterhin eine deutliche Verringerung der Kosten, die sich hieraus ergeben sowie auch die wichtige Minderung der Abhängigkeit, die sich aus Öl- und Gasimporten ergibt. Gerade der Streit zwischen Russland und Ukraine, der über den Jahreswechsel 2008/2009 eskalierte, zeigt die Bedeutung eines Umstiegs aus erneuerbare Energien.



