Windenergie - Windenergie stellt langfristig 25% des Stromverbrauchs in Deutschland

Erneuerbare Energie kann aus verschiedenen Quellen erzeugt werden, die in Deutschland jeweils unterschiedlich stark genutzt werden. Aufgrund der ökologischen und klimatischen Bedingungen nimmt dabei vor allem die Windenergie eine hervorragende Stellung ein. Hier wird die im Wind enthaltene, kinetische Bewegungsenergie zur Stromerzeugung genutzt. Dies geschieht durch Windkrafträder, die die Bewegungsenergie des Windes über ihre Rotorblätter aufnehmen. Diese werden somit in eine Drehbewegung versetzt, die die Rotationsenergie wiederum an einen Generator weitergibt. Hier wird die Bewegungsenergie in elektrischen Strom umgewandelt, der wiederum für den Menschen durch verschiedene Spannungsregler nutzbar gemacht wird.

Regelmäßig werden mehrere dieser Windkrafträder in sogenannten Windparks aufgestellt, wobei rechtlich schon ab drei Windkrafträdern von einem Windpark auszugehen ist. Zu finden sind diese häufig auf flachen Flächen, insbesondere ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen, die aufgrund einer starken Bebauung ausmineralisiert sind oder aufgrund der unmittelbaren Nähe zu einer emissionsstarken Autobahn nicht mehr bewirtschaftet werden können. Davon abgesehen werden aber auch zunehmend Windparks im Bereich des deutschen Küstenmeeres und dem Festlandsockel errichtet. Man spricht dann von sogenannten Offshore-Windparks. Diese sind in ihrer wirtschaftlichen und energiepolitischen Bedeutung von zunehmender Wichtigkeit.

Der Grund für diese Bedeutung der Windenergie ist vor allem in der klimatischen Situation Deutschlands zu suchen. So ist die Anzahl der Sonnentage im Jahr - im Vergleich zu südlicheren Ländern - durchaus gering, was die Relevanz der Solarenergie als davon abgesehen recht zuverlässige und effektive Energiequelle leicht mindert. Gleiches gilt auch angesichts der vergleichsweise eher geringen Zahl von Stauseen in Deutschland. Indes ist das Windaufkommen vor allem in den nördlichen Bundesländern durchaus hoch. Dies trägt zu einem deutlichem Ausbau der Energieerzeugung in Deutschland bei. So plant etwa das Bundesland Schleswig-Holstein ab 2020 den kompletten Stromverbrauch des Landes ausschließlich durch Windenergie zu decken.

Bundesweit stammt schon jetzt ein Energieanteil von über 10 % aus der Windenergie. Dieser Trend ist mit hoher Wahrscheinlichkeit langfristig, sodass das Potential der Windenergie in Deutschland bisher noch nicht ausgereizt ist. Insbesondere der Ausbau von Offshore-Windanlagen wird zu einer Zunahme des Windenergieanteils am allgemeinen Energieaufkommen führen. So ist damit zu rechnen, dass Windenergie langfristig 25 % des Stromverbrauchs in Deutschland decken wird. Damit kommt auch in der Zukunft der Windenergie eine tragende energiepolitische Bedeutung zu.

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